Starbucks stellt einige Kaltgetränke auf Papierbecher um, um lokale Plastikverbote einzuhalten und Einwegplastikmüll zu reduzieren. Dieser Artikel erklärt den Zeitplan, die Technologie und was dies für Gastronomiekäufer bedeutet.
Warum hat Starbucks von Plastik-Kaltbechern Abstand genommen?

Starbucks begann Anfang 2025 mit der Erprobung von faserbasierten Kaltbechern in ausgewählten Märkten. Die Einführung zielt auf Städte und Regionen ab, in denen lokale Regierungen Einwegplastikbecher einschränken. Das Unternehmen präsentierte dies als Teil seines umfassenderen Nachhaltigkeitsprogramms “A Better Cup for All”.
Starbucks hat sich öffentlich dazu verpflichtet, die Verwendung von Neuplastik in seiner Lieferkette zu reduzieren. Der Pilotversuch mit Papier-Kaltbechern ist ein sichtbarer Schritt. Die Marke hat erklärt, dass sie plant, das Format zu erweitern, sobald die Infrastruktur dies zulässt.
Welche Kräfte treiben den Wechsel zu Papierbechern voran?
Umweltdruck und Ziele zur Reduzierung von Plastik
Klare PET-Kaltbecher erzeugen erheblichen Post-Consumer-Plastikmüll. Viele Marken stehen internen ESG-Zielen gegenüber, die eine messbare jährliche Reduzierung von Plastik erfordern.
Verbrauchernachfrage nach umweltfreundlichen Verpackungen
Jüngere Verbraucher bevorzugen aktiv Marken, die Papier- oder kompostierbare Formate verwenden. Dies verschiebt Beschaffungsentscheidungen bei QSR-Ketten und Getränkeanbietern.
Regulatorischer Druck durch SUP-Verbote und EPR-Gesetze
Die EU-Einwegplastikrichtlinie und ähnliche Gesetze in Kalifornien, Kanada und Teilen Asiens beschränken oder besteuern Plastikbecher. Programme für Papier-Kaltbecher in großen Mengen wachsen, da Betreiber konforme Alternativen vor Ablauf der Durchsetzungsfristen beschaffen.
Käufer, die Einweg-Kaffeebecher für Kaltgetränke mit Deckel beschaffen, sehen sich in regulierten Märkten nun strengeren Dokumentationsanforderungen gegenüber.
Wie funktionieren Papier-Kaltbecher eigentlich?

Wässrige Beschichtung vs. PE-Auskleidung vs. PLA-Auskleidung
Standard-Papierbecher verwenden eine Polyethylen (PE)-Innenbeschichtung, um Feuchtigkeit abzuweisen. Wässrige Beschichtungen sind dünner und ermöglichen eine leichtere Fasertrennung beim Recycling. PLA-Beschichtungen sind pflanzlich und industriell kompostierbar, erfordern jedoch kommerzielle Kompostieranlagen – die nicht überall verfügbar sind. Starbucks verwendet Karton auf Faserbasis mit einer Biokunststoffbeschichtung, wodurch der Becher opak und nicht transparent ist.
Herausforderungen bei Isolierung und Kondensation
Kalte Getränke verursachen äußere Kondensation. Karton kann ohne ordnungsgemäßes Beschichtungsdesign aufweichen. Mehrwandige oder behandelte Kartonformate reduzieren die Feuchtigkeitsaufnahme und verlängern die Haltbarkeit. Dies ist eine bekannte technische Einschränkung beim Übergang von PET- zu Papierformaten für Eiskaffeegetränke.
Was bedeutet das für die Gastronomiebranche?
Der Starbucks-Pilot sendet ein klares Signal an QSR-Ketten, Händler und Verpackungslieferanten. Betreiber, die Papier-Kaltgetränkebecher im Großhandel beziehen, planen bereits alternative SKUs in ihre Beschaffungspläne ein. Der Wandel bringt auch neue Herausforderungen mit sich: Kompostierbarkeitsangaben erfordern eine unabhängige Zertifizierung, und die Infrastruktur für kommerzielle Kompostierung bleibt weltweit begrenzt. Marken, die frühzeitig mit zertifizierten, konformen Formaten positionieren, werden einen Beschaffungsvorteil haben.
Papier-Kaltgetränkebecher vs. Kunststoff-Kaltgetränkebecher – Was schneidet besser ab?
| Faktor | Papier-Kaltgetränkebecher | Kunststoff (PET/rPET) Kaltgetränkebecher |
| Recyclability | Variiert je nach Beschichtungstyp | Weitgehend recycelbar (#1 PET) |
| Kompostierbarkeit | Möglich mit PLA-Beschichtung | Nicht kompostierbar |
| Getränkesichtbarkeit | Opak | Klar |
| Kondensationsbeständigkeit | Moderat (abhängig vom Design) | Hoch |
| Druck- / Branding-Optionen | Gut — matte Oberflächen | Gut — klar oder bedruckt |
| Kosten pro Einheit | Typischerweise höher | Niedriger bei Volumen |
| Verbraucherwahrnehmung | Als nachhaltig wahrgenommen | Als verschwenderisch wahrgenommen |
| Einhaltung gesetzlicher Vorschriften | Konform in SUP-Märkten | In einigen Regionen eingeschränkt |
Ist Papier die Zukunft von Kaltgetränkebechern?
Papier gewinnt als Format an Bedeutung, ist aber noch kein vollständiger Ersatz für Plastik-Kaltbecher. Kompostierungsmöglichkeiten, Stückkosten und Kondensation bleiben reale Einschränkungen. Regulatorischer Druck beschleunigt die Einführung.
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Alle Produkte anzeigenHäufig gestellte Fragen
Sind die neuen Pappbecher von Starbucks kompostierbar?
Ja, aber nur in industriellen Kompostieranlagen. Sie sind nicht für die Heimkompostierung geeignet.
Funktionieren Pappbecher mit Deckeln?
Ja. Pappbecher sind mit flachen und gewölbten Deckeln kompatibel, wenn sie richtig zugeordnet werden.
Warum sind die neuen Pappbecher von Starbucks opak?
Das faserbasierte Material und die Auskleidung machen den Becher opak, sodass das Getränk von außen nicht sichtbar ist.
Können Unternehmen Pappbecher in großen Mengen kaufen?
Ja. Pappbecher sind in großen Mengen von Verpackungsherstellern und -händlern erhältlich.
Ressourcen
1. U.S. Environmental Protection Agency — Sustainable Materials Management: https://www.epa.gov/smm
2. European Commission — Single-Use Plastics Directive: https://environment.ec.europa.eu/topics/plastics/single-use-plastics_en
3. Biodegradable Products Institute (BPI) — Compostability Certification: https://bpiworld.org
4. Ellen MacArthur Foundation — The New Plastics Economy: https://www.ellenmacarthurfoundation.org/the-new-plastics-economy





